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FMIC, Kabul June 2009

 

 

Im Landeanflug auf Kabul. Derzeit ist Kabul (noch) so "grün" wie schon lange nicht mehr. Ausdauernde Regenfälle im Frühjahr haben der Vegetation gut getan. In den nächsten Wochen wird sich dies allerdings wieder stark ändern, die Temperaturen steigen auf weit über 30° und Regen ist nicht mehr in Sicht. <br /><br />
Yasin Kabiri (links), Anästhesiepfleger und Dr. Matthias Angrés (rechts) während einer Narkose im OP-Trakt des French Medical Institute for Children (FMIC). Yasin ist einer der schon mehr als 90% afghanischen Mitarbeiter des FMIC. Dank seiner guten Ausbildung in Pakistan und seines außergewöhnlichen Engagements ist er einer der Stützen der Anästhesiemannschaft des FMIC.<br /><br /><br />
Yasin hält während einer Narkoseeinleitung zur sog. "Präoxygenierung" die Maske mit Sauerstoff vor das Gesicht unser kleinen Patientin.<br /><br /><br />
Blick auf den Arbeitsplatz des Anästhesisten im OP des FMIC. Dank vieler privater Spendengelder (bisher vor allem aus Frankreich über unsere Schwesterorganisation "La chaîne de l´espoir"), die sowohl für den Betrieb als auch für die technische Ausrüstung des FMIC unentbehrlich sind, befindet sich die technische Ausrüstung auf einem hohen Niveau, die es ermöglicht, auch schon sehr komplexe Operationen vor Ort durchzuführen.<br />
Prof. Dr. Pavy (Bild Mitte), einer der bekanntesten französischen plastischen Chirurgen, bereitet während der Narkoseeinleitung alles für die Operation einer Kiefer-Gaumen-Spalte vor. <br /><br /><br />
Prof. Pavy während der Operation einer linksseitigen Kiefer-Gaumen-Spalte mit Fehlbildung der gesamten linken Gesichtshälfte. Über 40 solcher komplexen Eingriffe konnte Prof. Pavy während der Zeit des Einsatzes erfolgreich durchführen. Für die Kinder bedeutet dies eine echte zweite Lebenschance, nachdem sie vor der Operation auf Grund ihrer Entstellung zumeist von ihren Familien versteckt werden und stigmatisiert leben.<br /><br />
Dr. Nawabi, afghanischer Chefarzt der sich im Aufbau befindenden Kinderherzchirurgie am FMIC, verschließt hier einen sog. offenen "Ductus botalli" (Gefäßverbindung zwischen der Lungenschlagader und der Hauptschlagader, die sich normaler Weise nach der Geburt spontan verschließt). Nach einer 3 - stündigen Operation konnten wir das Kind schon auf dem OP-Tisch wieder aus der Narkose aufwachen lassen und, mit einem Schmerzkatheter versorgt, auf die Intensivstation verlegen.<br /><br /><br /><br />
Dr. Nassir Saberra (rechts) ist, seit ihrer Berentung, regelmäßig für acht Monate im Jahr im FMIC tätig. Zu Beginn der 80iger Jahre kam sie aus Afghanistan nach Deutschland und arbeitete hier mehr als 20 Jahre als Anästhesistin. Nun gibt sie mit ihrem Engagement ein Vorbild für uns alle und wir sind als Stiftung RobinAid stolz darauf, Frau Dr. Saberra an unserer Seite zu haben.<br /><br /><br />
Bérengère Doiteau (links), Kinderintensivkrankenschwester aus Paris, bei der Übergabe eines Frühgeborenen mit einer schweren generalisierten Infektion (hier ein sehr häufiges Krankheitsbild ) auf der Intensivstation des FMIC an ihren afghanischen Kollegen Abdul Azim (rechts).<br /><br /><br />
"Beside teaching" (Ausbildung am Krankenbett) für unsere afghanischen Kollegen gehört zum festen Ausbildungsprogramm. Bérengère befindet sich dafür derzeit in einem 6-monatigen Einsatz auf der Intensivstation des FMIC.<br /><br />
Julia Kempe (links), Intensivkrankenschwester aus der Helios Klinik Leezen, und Bérengère verstanden sich von Anfang an ihrer Zusammenarbeit phantastisch. Sie wird, (vorbehaltlich der Zustimmung ihres Arbeitsgebers) ab Oktober diesen Jahres die Aufgaben von Bérengère, ebenfalls für einen 6-monatigen Einsatz, übernehmen. Für diese Unterstützung von Julia, aber auch von ihrem Chef, Prof. Dr. Frank, bedanken wir uns herzlich.<br /><br /><br />
Dr. Alexander Leis, Ärztlicher Direktor des FMIC und Mitglied des Medical Boards bei RobinAid, im Gespräch mit Dr. Abdul R. Zadran. Dr. Zadran war viele Jahre Konsul der islamischen Republik Afghanistan in Berlin und ist seit kurzem Abteilungsleiter im afghanischen Außenministerium. Gerne kam er der Einladung nach, sich vor Ort einen persönlichen Eindruck von unserem Kinderkrankenhaus zu machen. Schon während seiner Tätigkeit in Berlin unterstütze uns Dr. Zadran sehr und so bedanken wir uns herzlich bei ihm. <br /><br />
Dr. Julian Szwebel (zumindest die Hände von ihm), ebenfalls plastischer Chirurg aus Frankreich und im Team von Prof. Pavy, bei der operativen Versorgung einer infizierten Wunde am Innenknöchel eines kleinen Mädchens. Sehr häufig kommen Kinder aus anderen afghanischen Krankenhäusern (zum Teil von weit her) mit infizierten Wunden oder Knochenbrüchen (Osteomyelitis) in das FMIC.  <br /><br />
Ein offizieller Termin während unseres Aufenthaltes war die Verleihungszeremonie der Zertifizierungsurkunde nach IS0 9001 für das FMIC. Ende März diesen Jahres erhielt das FMIC diese, auch in Deutschland sehr begehrte, Auszeichnung der Internationalen Organisation für Standardisierung. Das FMIC ist damit das erste (und bisher Einzigste) Krankenhaus in Afghanistan, das diese hohen Qualitätsanforderungen nachweislich erfüllt. Dies ist ein besonderer Grund stolz zu sein, zeigt es doch sehr eindrucksvoll den Leistungswillen aller, die an diesem Projekt mitarbeiten.<br /><br />

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