Historie
Die Initiatoren von RobinAid um den Hamburger Arzt Dr. med. Matthias Angrés nutzten die Erfahrungen, die sie bis Mitte 2008 bei zahlreichen medizinischen Einsätzen in Kabul sammelten. Dabei lag anfangs der Schwerpunkt im Ausfliegen nicht in Afghanistan behandelbarer Kinder zu den notwendigen Operationen in ein Netzwerk deutscher Kliniken. Mit Gründung von RobinAid und Beginn der Zusammenarbeit mit La chaîne de l´espoir Anfang 2009 wurde das Engagement in eine der Größe der Aufgabe angemessene Struktur, Qualität, Transparenz und Verantwortung überführt und das Konzept zu den heutigen Schwerpunkten weiterentwickelt.
Daten und Fakten zur Entwicklung von RobinAid:
- Mitte 2004: Der Mülheimer Verein „Kinder brauchen uns“ bittet den damaligen Ärztlichen Direktor des Albertinen-Krankenhauses, Dr. Matthias Angrés, um Hilfe bei der Versorgung herzkranker Kinder aus Afghanistan.
- Im Rahmen des Projektes "Herzbrücke" der Albertinen-Stiftung werden bis Mitte 2008 mehr als 40 afghanische Kinder in der Herzchirurgie des Albertinen-Krankenhauses durch PD Dr. Rieß erfolgreich operativ versorgt.
- April 2007: Dr. Angrés fliegt erstmals selbst zu einem Notfalleinsatz nach Kabul; überwältigt von dem Ausmaß des Leides, das ihm dort begegnet, beschließt er, regelmäßig nach Afghanistan zu fliegen, dort als Arzt Hilfe zu leisten und schließt sich der Arbeit des Vereins „Kinder brauchen uns“ an.
- Oktober 2007: Nach dreimonatiger Vorbereitungszeit findet die erste „Luftbrücke Hamburg – Kabul“ mit einem Charterflugzeug statt; 59 schwerkranke und verletzte Kinder werden, zum Teil unter intensivmedizinischen Bedingungen, nach Hamburg geflogen und auf Kliniken im ganzen Bundesgebiet zur weiteren medizinischen Behandlung verteilt.
- November 2007: „Burdamedien“ verleiht dem Vorsitzenden des Vereins „Kinder brauchen uns“, Herrn Dewender und ,stellvertretend für das Team der „Luftbrücke Hamburg – Kabul“, Dr. Angrés den „Bambi“ in der Kategorie „Engagement“.
- Dezember 2007: Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ deckt auf, das Herr Dewender zwei von ihm geführte Doktortitel zu Unrecht erworben hat und erhebt weitere Vorwürfe gegen die Arbeit des Vereins.
- Januar 2008: Mit einem umfassenden Konzept der Professionalisierung und Veränderung der Vereinsstrukturen werden Dr. Angrés und drei weitere ärztliche Kollegen zum neuen Vorstand von „Kinder brauchen uns“ gewählt.
- Februar 2008: Mit der zweiten „Luftbrücke Hamburg – Kabul“ fliegen 60 genesende Kinder zurück in ihre Heimat und 69 schwerkranke und verletzte Kinder werden nach ihrer Ankunft in Hamburg erneut in einem bundesweiten Klinknetzwerk behandelt.
- Juli 2008: Dr. Angrés und seine Vorstandskollegen geben geschlossen ihr Mandat zurück und verlassen den Verein „Kinder brauchen uns“, da sich die geplanten Veränderungen innerhalb des bestehenden Vereins nicht umsetzen ließen.
- August – Dezember 2008 : Dr. Angrés und sein Team bereiten die Gründung der Stiftung RobinAid vor und finden in der französischen Hilfsorganisation „La chaîne de l´espoir“ den internationalen Partner für eine langfristige Zusammenarbeit.
- Februar 2009: RobinAid erhält von der Stiftungsaufsicht des Hamburger Justizsenats die offizielle Stiftungsanerkennung.
- März 2009: RobinAid und “La chaîne de l’espoir” unterzeichnen einen unbefristeten Kooperationsvertrag als deutsch-französische Schwesterorganisation und arbeiten gemeinsam in den humanitären Projekten.