drbina_zitat.jpg„Um ein Land wieder aufzubauen, muss man die Seelen heilen und die Seelen leben in den Herzen.“
Prof. Dr. Najeebullah Bina, Kinderherzchirurg French Medical Institute for Children, Kabul / Afghanistan

 

 

Afghanistan

 

kabul-1.jpgAfghanistan bestimmt seit drei Jahrzehnten als Schauplatz unterschiedlicher bewaffneter Konflikte die Schlagzeilen. Heute, trotz 10 - jähriger Bemühung der internationalen Staatengemeinschaft um Sicherheit, Frieden, Demokratie und Wiederaufbau, befindet sich das Land am Hindukusch in einem äußerst kritischen Zustand. Eine Stabilisierung und Befriedung erscheint in weiter Ferne. Weiterhin gehört das Land zu den Ärmsten der Erde. Eine nachhaltige Verbesserung der Lebensbedingungen für die Menschen ist bisher nicht gelungen. Auch der Wiederaufbau wesentlicher Infrastrukturen geht nur sehr langsam voran. Das Gesundheitswesen bildet dabei keine Ausnahme. Es mangelt überall an Ressourcen, viele qualifizierte Fachkräfte haben das Land verlassen. Das Verbot der Berufsausbildung für Mädchen und Frauen während der Talibanherrschaft führte zu einem eklatanten Mangel an weiblichem medizinischem Personal. Dies wirkt sich insbesondere in den wenigen funktionsfähigen Krankenhäusern des Landes aus. Im internationalen Vergleich der Indikatoren zur Beurteilung der Effizienz und Qualität nationaler Gesundheitswesen rangiert Afghanistan in der Tabelle am unteren Ende.

 

Daten zur Lebenssituation in Afghanistan:

 

  • 44 % der Bevölkerung < 14 Jahre (Deutschland: 13,6%)
  • 2 % der Bevölkerung > 65 Jahre (Deutschland: 20%)
  • Durchschnittsalter 17, 6 Jahren (Deutschland: 43,0 Jahre)
  • mittlere Lebenserwartung 43,4 Jahre (Deutschland: 79 Jahre)
  • Geburtenrate 46,21 / 1.000 Einwohner (Deutschland: 8,2)
  • Anzahl der Kinder je Frau 6,4 (Deutschland: 1,4)
  • Müttersterblichkeitsrate 110 / 1.000 (!!) (Deutschland: 1 / 4.085)
  • 157 Todgeburten / 1.000 Geburten (Deutschland: 0,25%)
  • 257 /1.000 Lebendgeborenen erreichen nicht das 5. Lebensjahr
  • ca. 50% aller Kinder unterernährt

(Quelle: WHO – Daten Afghanistan 5/2008)

 

Dieses Land braucht mehr denn je unsere tatkräftige Solidarität. Der Aufbau eines Kinderkrankenhauses, in dem wir uns um diejenigen kümmern, die die Zukunft eines Landes gestalten, ist ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Lebenssituation und damit Befriedung in diesem geschundenen Land.
 

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